Virginie Courtin auf der ChangeNOW 2026: Der Umgang mit Plastik als gemeinsame Herausforderung
Artikel - 23.04.26

Virginie Courtin auf der ChangeNOW 2026: Der Umgang mit Plastik als gemeinsame Herausforderung

Auf dem ChangeNOW-Gipfel nahm Virginie Courtin an der Podiumsdiskussion „Koalition & Kreislaufwirtschaft: Der Weg zur Beendigung der Plastikverschmutzung“ teil,die Institutionen, Nichtregierungsorganisationen, sowie führende Vertreter der Branche zusammenbrachte, um in einer entscheidenden Phase konkrete Lösungen für das UN- Plastikabkommen zu diskutieren.

An der Podiumsdiskussion nahmen Elisa Tonda, Leiterin der Abteilung für industrielle Innovation beim UNEP, sowie Erin Simon, Vizepräsidentin für Plastikmüll und Wirtschaft beim WWF Global, teil, die eine unternehmensorientierte Perspektive vorstellten und zugleich auf die nach wie vor bestehenden Lücken in diesem Bereich aufmerksam machten, darunter die gesundheitlichen Auswirkungen von Kunststoffen.

Bei dieser Gelegenheit unterstrich Virginie Courtin eine zentrale Botschaft: Unternehmen müssen in Zusammenarbeit mit den Behörden eine führende Rolle beim Vorantreiben des Wandels übernehmen.

Die industrielle Herausforderung

Die Diskussion verdeutlichte eine zentrale Tatsache: Kunststoff bleibt unverzichtbar, um die Sicherheit, Stabilität und Qualität von Kosmetikformulierungen zu gewährleisten. Derzeit gibt es keine Alternative, die alle Anforderungen im erforderlichen Maße erfüllt.

Der Übergang zu nachhaltigeren Lösungen ist daher eine komplexe, systemische Herausforderung, die durch die begrenzte Verfügbarkeit hochwertiger recycelter Kunststoffe, Lücken in der globalen Infrastruktur sowie die Komplexität der Umsetzung von Alternativen in mehr als 150  Märkten geprägt ist.

Trotz dieser Einschränkungen setzen wir uns weiterhin mit ganzer Kraft dafür ein, die Verwendung von Kunststoff zu reduzieren.

Eine mehrgleisige Strategie bei Clarins

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat Clarins einen umfassenden, pragmatischen Ansatz gewählt, der verschiedene Hebel kombiniert:

  • Reduzierung von Neukunststoff: Frühe Maßnahmen wie die Abschaffung von Mikroplastikpartikeln im Jahr 2014 und von Plastiktüten im Jahr 1999 haben in Kombination mit laufenden Neugestaltungsmaßnahmen den Kunststoffverbrauch deutlich reduziert.
  • Recyclatanteil: Steigerung der Nutzung von recycelten Kunststoffen, trotz starker Einschränkungen hinsichtlich Qualität und Verfügbarkeit.
  • Recycelbare Verpackung: Umstellung auf vollständig recycelbare Verpackungen, unterstützt durch erhebliche industrielle Investitionen.
  • Nachfülllösungen: Beschleunigung von Nachfüllmodellen mit starker früher Akzeptanz und ein langfristiges Ziel, diese auszuweiten.
  • Innovation: Kontinuierliche Erprobung alternativer Materialien bei gleichzeitiger Gewährleistung von Sicherheit, Leistung und Skalierbarkeit.
  • Lokale Initiativen: Zusammenarbeit mit Partnern wie Plastic Odyssey, um lokal angepasste Recyclinglösungen zu fördern.

Ein Aufruf zum gemeinsamen Handeln

Wie in der Podiumsdiskussion hervorgehoben wurde, gibt es keine Patentlösung für das Problem der Plastikverschmutzung – Fortschritt hängt davon ab, dass verschiedene Ansätze kombiniert werden, von der Reduzierung bis hin zur Innovation.

Die Diskussion unterstrich zudem die Bedeutung eines globalen Plastikabkommens zur Angleichung von Vorschriften und um es Unternehmen zu ermöglichen, Lösungen weltweit auszuweiten – ein Ziel, das wir bei Clarins teilen, während wir weiter auf ein vollständig kreislauforientiertes Modell und eine nachhaltigere Zukunft für die Schönheit hinarbeiten.